Hinweis |
Bei akutem Q-Fieber
treten anti-Phase II IgM Antikörper auf, mit Anstieg von
anti-Phase II IgG-Antikörpern (-> Coxiella burnetii, IgG, Phase
II) im weiteren Verlauf. Die anti-Phase II IgM Antikörper (EIA)
sind bei >90% von Patienten mit akutem Q-Fieber nach dem 5.
Krankheitstag nachweisbar, vorher in 30%. Bei negativem Ausfall
wird deshalb eine Verlaufskontrolle auf Serokonversion empfohlen
(Boden et al., Diagnosis of acute Q-Fiever, 2010, Diagnostic
Microbiology and Infectious Diseases).
Hohe anti-Phase II IgG-Antikörpertiter bei
gleichzeitigem Anstieg von anti-Phase I Antikörpern (->Coxiella
burnetii, IgG, Phase I) zeigen die beginnende oder bestehende
chronische Infektion an. Speziell bei der durch Coxiella
burnetii verursachten Endocarditis treten sehr hohe Titer
gegen die Antigene der Phasen I und II auf. Vor allem hohe
IgA-Spiegel gegen die Phase I Antigene (->Coxiella burnetii, IgA,
Phase I) sind ein charakteristisches Merkmal bei Endocarditis.
Bei der granulomatösen Hepatitis lassen sich dagegen nur mässig
hohe Titer gegen Phase I Antigen bei ebenfalls sehr hohen Titern
gegen Phase II Antigen nachweisen. |