Immunglobulin G, oligoklonale Banden
Indikation
Empfindlicher Nachweis einer intrathekalen IgG-Synthese. Nachweis bzw. Ausschluss einer intrathekalen IgG-Synthese mittels isoelektrischer Fokussierung (IEF) ist Bestandteil der Diagnosekriterien bei Multipler Sklerose. Die gleichzeitige Anforderung eines Reiber-Diagramms wird empfohlen.
Probenmaterial
1 ml Serum (Röhrchen mit Stopfen rot) 
+ 1 ml Liquor
(Liquor allein genügt nicht)
Transport
A-Post
Methode
Isoelektrofokussierung / Immunoblot
Referenzbereich
Keine oligoklonalen Banden im Liquor, die nicht auch im Serum nachweisbar sind
Frequenz
täglich
Kosten
Tarif
Taxpunkte
 
  1461.00 195  
Hinweis
Die Interpretation der Bandenmuster von oligoklonalem IgG in Liquor und Serum unterscheidet fünf Muster, die nach internationalem Konsens (Andersson et al., J Neurol Neurosurg Psychiatry. 1994; 57: 897-902) beurteilt werden:
 

Typ 1,  keine Banden in Liquor und Serum: keine intrathekale IgG-Synthese

Typ 2,  oligoklonale Banden ausschließlich im Liquor: intrathekale IgG-Synthese

Typ 3,  oligoklonale Banden nur im Liquor und zusätzlich übereinstimmende Banden in Liquor und Serum: intrathekale IgG-Synthese bei systemischer Immunreaktion

Typ 4,  identische oligoklonale Banden in Liquor und Serum: systemische Immunreaktion ohne intrathekale IgG-Synthese

Typ 5,  monoklonale Banden in CSF und Serum: keine intrathekale IgG-Synthese, systemische Paraproteinämie